Unser jüngster Mitarbeiter hat Antennen.

Gut, er weiß nichts von uns, und wenn er es wüsste wärs ihm vermutlich auch egal. Schließlich verarbeiten wir nur seine ausgedienten Kinderstuben zu Babytragetüchern - zweckkonservatives Recycling sozusagen.

Der Falter ist der Japanische Eichenseidenspinner (Antheraea yamamai). Mit einer Flügelspannweite von 15 cm ist dieser Tussah-Spinner, wie er auch genannt wird, ein recht stattliches Insekt. Seine, entsprechend großen Kokons werden von den Eichen gesammelt, nachdem die Falter geschlüpft sind. Das geschieht in der freien Natur, weshalb das Produkt auch Wildseide genannt wird.

Im Gegensatz zur normalen Zuchtseide haben diese Kokons ein Loch, durch das sich der Falter ins Freie geknabbert hat. Wenn man die Kokons abwickelt, bekommt man daher nicht einen langen Faden sondern, viele kürzere. Aus denen wird dann ein Garn gesponnen, das so fest und glänzend, aber nicht so dünn und gleichmäßig ist wie ein Zuchtseidengarn. Genau das macht aber den besonderen Reiz der Wildseide aus. Auch die Gewissheit, dass keinem Tier Schaden zugefügt wurde, lässt die Freude an diesem Naturstoff ungetrübt.



Die ersten Modelle

In nächster Zeit werden wir noch einige Tücher mit Tussah-Seide weben.

Die ersten Modelle finden Sie hier.