Seitlicher Hüftsitz eines drei Monate alten Mädchens - die Beinchen werden eigenständig in der angehockten Stellung gehalten
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Anatomische Untersuchungen von Prof. Dr. med. Büschelberger (Dresden) zeigten, dass bei Neugeborenen der Oberschenkelkopf ideal zur Hüftgelenkpfanne orientiert ist - sie also gleichmässig ausformt - wenn die
Beinchen zu etwa 100 Grad angezogen sind, bei gleichzeitiger Spreizstellung von etwa 40 Grad. Werden
Säuglinge hochgehoben, so nehmen sie diese Haltung spontan ein, sie muss also ihren anatomischen
Gegebenheiten entgegenkommen.
Auch der runde Rücken (Kyphose) streckt sich nicht unmittelbar mit der Geburt. Vielmehr bildet sich die bekannte Doppel-S-Form der Wirbelsäule erst mit dem Beginn des selbstständigen Gehens aus. Sie entwickelt sich dann mit dem Training der Rückenmuskulatur aber nicht durch Formung von aussen. Diese anatomischen Gegebenheiten legen, zusammen mit dem Klammerreflex der ersten Lebenstage, den Schluss nahe, dass Säuglinge speziell daran angepasst sind, am Körper getragen zu werden. Auch über die ideale Trageposition scheint demnach eine Aussage möglich: mit gespreizten, angehockten Beinchen, leicht gerundetem Rücken und zum tragenden Erwachsenen hin orientiert. Es gibt auch die abweichende Ansicht, die besagt, dass Kinder in den ersten Lebenswochen liegend getragen werden sollen. Bilden Sie sich selbst eine Meinung, fragen Sie Ihre Hebamme, Ihren Kinderarzt, oder lassen Sie Ihr Baby entscheiden, ob es zu Anfang die "Wiege", die "Wickelkreuz-" oder die "Kängurutrage" bevorzugt. Sein instinktives Verhalten sollte die beste "Gebrauchsanweisung" für seinen Körper sein. |
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Bei der Orientierung nach vorn finden die Beinchen keinen Halt am Körper des Trägers und hängen in unphysiologischer Haltung herab. Zudem kann sich das Kind nicht ankuscheln, was besonders wichtig ist, wenn ihm die Umweltreize zuviel werden oder wenn es durch das Gesehene verunsichert wird. Das sind grundsätzliche Probleme die für alle Tragehilfen, also auch für | |||
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