Nachdem sich der Staub langsam etwas legt, ist es an der Zeit für eine ausführlichere Erklärung:
Wahnsinn eines Newsletter-Programms
Das Programm, das diese Mailflut erzeugt hat, war seit dem 28. Januar 2009 außer Betrieb.
Hätten wir es damals gelöscht, wäre das alles nicht passiert. Aber es ist immer das gleiche: Wenn man ein neues System einführt, scheut man sich, das alte sofort
restlos zu beseitigen.
Es bleibt "zur Sicherheit" erst mal auf dem Server, gerät in Vergessenheit und nimmt im besten Fall nur noch unnötig Platz ein.
Im schlimmsten Fall entwickelt es nach einiger Zeit ein Eigenleben, weil es bei späteren Veränderungen nicht mehr berücksichtigt wird.
Bisher konnten wir noch nicht feststellen, was nach fast einem Jahr zu diesem bizarren Verhalten geführt hat.
Vielleicht hing es mit einer kürzlichen Umstellung unseres Mail-Systems zusammen.
Als wir am Morgen des 28. Dezembers die Katastrophe bemerkten, haben wir natürlich sofort alles vernichtet, was nur im weitesten Sinne mit Newsletter-Versand zu tun hat.
In der Folge gestaltet sich jetzt die Ursachenforschung etwas schwierig.
So viel ist bisher klar: Das alte Modul war ein einfacher Verteiler. Eine Mail an seinen Eingang wurde an eine Liste von Adressen weitergeleitet.
Hier kam es zu einer Art Kurzschluss, der die Antworten der Empfänger auf den Eingang der Liste zurück geleitet hat, ohne die Identität des Einlieferers zu prüfen. Was diese Prüfung ausgehebelt hat, ist noch Gegenstand von Spekulationen.
Zwei Abwesenheitsnotizen lösten nun die Lawine aus.
Sie meldeten pflichtgemäß die Abwesenheit ihrer Empfänger, wurden bei ihrem Eintreffen aber wieder an alle Adressen der Liste verteilt. Bei den beiden Empfängern wurde nun wieder eine Abwesenheitsnotiz erzeugt, und der Vorgang wiederholte sich.
Unglücklicherweise startete das ganze nachts um 1 Uhr. Als wir am Morgen den Stecker gezogen haben, hatte sich der Vorgang schon fast 8000 mal wiederholt.
Der Versuch, die Flut noch bei unserem Provider zu stoppen, kam am Morgen des 28. Dezember leider zu spät. Über seine Server war sie bereits hinweg geschwappt und sickerte nun durch die Weiten des Web.
Die Inhaber der beiden Adressen, deren Abwesenheitsnotiz diesen Ping-Pong-Effekt erzeugten, haben nichts mit dem Problem zu tun! Sie sind selbst am schlimmsten betroffen.
Unser besonderes Mitgefühl gilt auch jenen unter Ihnen, die die Mailflut von Hand löschen müssen, weil ihr Mail-Client es nicht anders zulässt. Wir können gar nicht sagen, wie leid uns das tut.
Wenn wir auf ihre berechtigten Beschwerde-Mails nicht sofort reagieren liegt das zum Einen an der schieren Menge und zum Anderen daran,
dass auch unser Mail-System noch an den Folgen arbeitet. Viele Adressen in der alten Liste waren nicht mehr aktuell und so bekommen wir hunderttausende
"Unzustellbarkeitsmeldungen", die noch immer unser System verstopfen. Daher ist es auch möglich, dass einzelne Mails ungewollt den Aufräumarbeiten zum Opfer fallen.
So etwas darf natürlich nicht passieren.
Wir bitten nochmals in aller Form um Entschuldigung
Hier noch ein paar Tipps, wie Sie die Mailflut zeit- und nervenschonend loswerden:
Wenn die Mails noch bei Ihrem E-Mail-Dienst liegen:
Bei allen größeren E-Mail-Anbietern könnnen Sie "Filterregeln" setzen und diese auf Ihren Posteingang anwenden.
Der Vorgang ist bei allen sehr ähnlich.
Beispiel GMX
Loggen Sie sich in Ihr GMX-Postfach ein.
Unter "MEIN GMX" Menuepunkt "E-Mail" klicken Sie bitte den Punkt "Filterregeln" an.
In der folgenden Auswahl wählen Sie den Punkt "Ordnen nach Betreff".
Geben Sie unter "Betreff-Zeile enthält" das Wort Abwesenheitsnotiz ein und klicken Sie "hinzufügen".
Wählen Sie unter "... in Ordner verschieben" den Punkt "Gelöscht".
Klicken Sie auf "weiter"
Jetzt müssen Sie dem Filter noch einen Namen geben und ihn speichern.
Auf der nächsten Seite wählen Sie "Filter testen".
Der Filter wird jetzt auf Ihren Posteingang angewendet. Das kann eine Weile dauern.
Wenn Sie danach eine Meldung der Art erhalten, dass der Filter auf "7000 von 7068" E-Mails zutrifft, haben Sie alles richtig gemacht. (die Mengen sind nur Beispiele für die Größenordnung)
Nur noch "Filter anwenden" klicken und der Spuk ist vorbei.
Beispiel web.de / FreeMail
Unter "Nachrichten/Ordner/Regeln" legen Sie bitte eine neue Regel an.
Als Bedingung nehmen Sie: "Betreff / enthält"
In das leere Feld dahinter tragen Sie das Wort Abwesenheitsnotiz ein.
Als Aktion wählen Sie: "E-Mail nach Ordner Gelöscht verschieben"
Danach können Sie die Regel sofort anwenden oder vorher testen
Wenn Ihr E-Mail-Client schon alles heruntergeladen hat:
Bei vielen E-Mail-Programmen können Sie den Posteingang nachträglich filtern.
Beispiel Outlook Express
Wählen Sie "Extras/Nachrichtenregeln/E-Mail".
Machen Sie Häkchen bei "enthält den Text in der Betreffzeile" und bei "In den Ordner ... verschieben".
Im dritten Feld klicken Sie auf das Wort "Text", tragen "Abwesenheitsnotiz" ein und klicken auf "hinzufügen" und "OK".
Klicken Sie jetzt auf "..." und wählen sie "Gelöschte Objekte".
In der folgenden Auswahl markieren Sie die Neue Regel und klicken auf "Anwenden".
Der Ordner "Posteingang" ist schon voreingestellt. Klicken Sie auf "Jetzt anwenden" und die Mails sind im Papierkorb.
Danach können Sie noch den Papierkorb leeren, mit einem Rechtsklick auf "Gelöschte Objekte".
Bei allen E-Mail-Programmen können Sie den Posteingang auch von Hand bearbeiten.
Damit Sie keine erwünschten Mails löschen, die zwischen dem Unsinn stehen, müssen Sie den Posteingang zunächst sortieren.
Klicken Sie dazu auf das Wort "Betreff" oder "Von" oder "Absender" in der Zeile über der Mail-Liste.
In der Liste erscheinen jetzt alle gleichen Mails direkt untereinander.
Markieren Sie erste unerwünschte Mail mit einem Klick und rollen sie die Liste bis zur letzten, gleichen Mail nach unten.
Klicken Sie bei gedrückter "Großschreibtaste" auf diese letzte Mail.
Jetzt sollten alle gleichlautenden Mails markiert sein.
Drücken Sie die "Entf"- oder "Del"-Taste und Sie werden gefragt ob Sie wirklich löschen möchten.
Auf die gleiche Art löschen Sie noch die unerwünschten Mails mit anderem Betreff oder Absender, die ja auch übersichtlich direkt untereinander stehen.